TikTok geht in die Hände der Jugendlichen über

Von Martina Leser
Lesedauer: 3 Minuten

Nach einer knapp zweijährigen TikTok-Pause der Barmelweid gibt es nun frischen Wind in dem Social-Media-Kanal, der vor allem die Jugendlichen anspricht: Wir geben unseren TikTok-Account in die Hände der Lernenden und ihnen damit eine Plattform, um sich und ihre Ausbildungen zu zeigen. Und: Natürlich wird auch eine Prise Humor nicht fehlen!

Knapp zwei Jahre lang war es still auf unserem TikTok-Kanal; es fehlte an Personen, die bereit waren, vor die Kamera zu treten und Content für die Barmelweid zu entwickeln – bis die mutige Anfrage von unserer KV-Lernenden Aysha Ben Salah kam, ob sie TikTok nicht neu aufleben lassen könne, zusammen mit anderen Lernenden. Sie erklärt: «Wenn Unternehmen junge Menschen erreichen wollen, kommen sie an TikTok kaum vorbei, am besten funktioniert das mit Content, den junge Leute selbst produzieren.»

TikTok-Team stand überraschend schnell fest
Nach einigen internen Abklärungen und dem gemeinsamen Ausarbeiten von Rahmenbedingungen und Regeln mit der Social-Media-Verantwortlichen, Martina Leser, und der Leiterin Berufsbildung, Imelda Häfliger, konnte Aysha Ben Salah schliesslich beginnen, ihr Team zusammenzustellen – gesucht waren einerseits Lernende, die TikToks produzieren wollen, andererseits solche, die bereit sind, vor die Kamera zu stehen und damit die Barmelweid zu repräsentieren.

Social Media Managerin Martina Leser (r.) übergibt TikTok an Aysha Ben Salah (l.) und ihr Team.

Die Idee, TikTok wieder aufleben zu lassen, stiess auf viel Interesse bei den Lernenden und so hatten sich schon zwei Wochen später genügend Personen gemeldet, die mitmachen wollten. «Es hat mich sehr gefreut, dass so viele meiner Mit-Lernenden dabei sind und ich bin schon sehr gespannt, wie das Zusammenarbeiten funktionieren wird», sagt Aysha.

Übergabe braucht Vertrauen
Im Übergabeprozess wurde klar, dass durchaus Bedenken bestehen, einen ganzen Social-Media-Kanal an die Lernenden zu übergeben. Was für Inhalte werden die Jugendlichen produzieren? Müssen wir als Barmelweid befürchten, dass Inhalte erscheinen, die wir als nicht gut empfinden? Was, wenn Kritik von aussen kommt?

Social-Media-Managerin Martina Leser sagt dazu: «Auf Social Media zu posten birgt immer ein gewisses Risiko und Kritik kann es immer geben. Wir versuchen dies aber dadurch zu minimieren, dass wir klare Social Media Guidelines haben, die wir einhalten, und dadurch, dass die Posts immer eine Endkontrolle durch unser Marketing durchlaufen. Was wir aber im Zusammenhang mit TikTok auch verstehen müssen, ist, dass TikTok einfach anders funktioniert als die meisten anderen Social-Media-Plattformen: Auf TikTok spielt der Unterhaltungswert eine ganz andere – grössere – Rolle, als der Informationswert. Trotzdem wird unser TikTok-Team darauf achten, dass es einen bunten Strauss aus verschiedenen Posts geben wird: Unterhaltung, aber auch Information.»

2026 ist bereits durchgeplant
In zwei gemeinsamen Workshops im Januar hat Martina Leser mit dem TikTok-Team angeschaut, wie die Barmelweid sich auf Social Media bewegt, worauf wir achten und was uns wichtig ist und wo mögliche Stolpersteine liegen. Martina Leser sagt dazu: «Generell ist uns als Barmelweid wichtig, dass wir uns und das Unternehmen so zeigen, wie es wirklich ist – und ich glaube, bisher sind wir da auch durchaus okay unterwegs. Meine persönlich grösste Sorge ist der Umgang mit Musik und deren Urheberrechten auf TikTok, aber da muss ich einfach darauf vertrauen, dass wir mit dem Business-Account wirklich nur die Musik der ‹TikTok Commercial Music Library› angezeigt bekommen, die wir problemlos nutzen dürfen…»

In den beiden Workshops haben die Jugendlichen erste Ideen zusammengetragen (und das waren viele!) und haben damit einen provisorischen Redaktionsplan für 2026 erstellt – das Ziel ist, pro Monat mindestens zwei Beiträge zu posten. «Natürlich ist klar, dass es da noch Änderungen geben kann und im Plan drin sind ja auch noch keine Trends, die 2026 kommen werden und auf die wir eventuell dann auch aufspringen», erklärt Aysha Ben Salah.

Ausbildung sichtbar machen
Auch wenn noch einige Ängste und Bedenken spürbar sind, legt das TikTok-Team jetzt Mitte Februar los – probieren geht schliesslich über studieren. Imelda Häfliger, Leiterin Berufsbildung, freut sich über die Initiative der Lernenden und wünscht sich gleichzeitig, dass unsere Ausbildungen durch TikTok auch an Bekanntheit gewinnen.

Sie erklärt: «Ich freue mich, dass unsere Lernenden mit TikTok auch einmal im Rampenlicht stehen dürfen. Natürlich wäre es schön, wenn unsere Lernenden mit TikTok dazu beitragen könnten, dass unsere verschiedenen Ausbildungen bekannter werden, sich die Jungen angesprochen fühlen und sich damit vielleicht auch dafür interessieren, eine Lehre auf der Barmelweid in Angriff zu nehmen.»

Neugierig geworden? Dann freuen wir uns, wenn Sie sich auf TikTok bei uns einklinken 😁👉 @barmelweid.

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